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DR. ING. OSCAR STUFFER

Solarraum

​Bauingenieur Dr. Ing. Oscar Stuffer (*1972 in Bozen, Südtirol) ist geschäftsführender Partner der Solarraum GmbH. Er ist Mitglied der Ingenieurkammer Bozen, Passivhaus-Experte und hat seit 2021 – nach mehrjähriger Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten – eine Professur für Bauingenieurwesen, Architektur und Innenarchitektur an der “IU Internationale Hochschule” inne.
Dr. Ing. Oscar Stuffer - „Komfort in jeder Situation, aber wie?“
 
Bauingenieur Dr. Ing. Oscar Stuffer (*1972 in Bozen, Südtirol) ist geschäftsführender Partner der Solarraum GmbH. Er ist Mitglied der Ingenieurkammer Bozen, Passivhaus-Experte und hat seit 2021 – nach mehrjähriger Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten – eine Professur für Bauingenieurwesen, Architektur und Innenarchitektur an der “IU Internationale Hochschule” inne.
 
Dr. Ing. Oscar Stuffer spricht in seinem Vortrag vor allem über das Thema Komfort. Der thermische Komfort einer Fassade unterliegt immer dem Spannungsfeld zwischen kalten und warmen Jahreszeiten. Die Begünstigung der warmen Jahreszeit bewirkt die Benachteiligung der kalten und umgekehrt. Darum ist es wichtig auf mobile Verschattungselemente zu setzen, um so den Lichteinfall und die damit einhergehende Wärmeentwicklung im Gebäude der Jahreszeit anzupassen. Solche mobilen Verschattungen werden in vielen Fällen mit Textilien realisiert. Hier gibt es je nach Art der verwendeten Textilie große Unterschiede, was Lichtdurchlässigkeit und Reflektivität betrifft.
 
Ebenso großen Einfluss auf das Komfortempfinden in Gebäuden haben die akustischen Eigenschaften einer Fassade. Gebäudestandorte unterscheiden sich stark, vor allem durch die Nähe zu verschiedenen Lärmquellen. Für die Planung der Geräuschdämmung sind genaue Kenntnisse der Umgebung notwendig, denn Kleinigkeiten machen hier große Unterschiede. Durch das Variieren der Scheibenabstände bei Doppelverglasungen kann die Filterwirkung auf bestimmte akustische Frequenzen verstärkt werden. Die Verwendung von Dreifachverglasung im Unterschied zur Zweifachverglasung bringt dagegen nicht immer einen Vorteil mit sich.
 
Nun, wie können im Rahmen der Fassadenplanung all diese Erkenntnisse gewonnen und aussagekräftige Daten erhoben werden? Moderne Simulationstechniken machen es möglich. Unter Einbeziehung verschiedener Faktoren wie der geographischen Position des Standortes, Verschattungsquellen in der Umgebung und klimatische Bedingungen können Informationen über Temperatur- und Lichtverhältnisse sowie Lichtintensität zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten gewonnen werden. Auch Lärmquellen in der Umgebung werden mit einbezogen. Auf diese Weise können detaillierte dynamische Simulationen für unterschiedlichste Bereiche der Fassade am Gebäude erstellt werden.